KaMa Quartet with Nippy Noya

Konzert #212
Samstag, 4. November 2017, 20.00 Uhr

Katharina Maschmeyer - tenor sax, soprano sax & bass clarinet
Nils Pollheide - electric guitar, acoustic guitar & electric bass
Philipp Rüttgers - keyboard & piano
Jens Otto - drums
Nippy Noya - Percussion

Die Studioaufnahmen im Dezember 1964 sollen nur einen Tag gedauert haben. Das dann bereits wenige Wochen später veröffentlichte Album gilt als einer der größten Meilensteine der Jazzgeschichte: John Coltranes majestätische Suite »A Love Supreme«, bestehend aus den vier Teilen »Acknowledgement«, »Resolution«, »Pursuance« und »Psalm«, eingespielt in der Besetzung John Coltrane (Tenorsaxofon), McCoy Tyner (Klavier), Jimmy Garrison (Kontrabass) und Elvin Jones (Schlagzeug).

Katharina Maschmeyer hat dieses Meisterwerk zum ersten Mal mit 16 gehört. Durch Coltrane kommt sie zum Jazz. 2016 wagt die in Osnabrück lebende Musikerin etwas, was auch schon andere vor ihr probiert haben. Sie geht mit ihrem langjährigen Quartett ins Studio und covert »A Love Supreme«. Als Gastmusiker mit dabei ist der in Indonesien geborene Perkussionist Nippy Noya. Und weil es mit ihm so gut funktioniert, wird gleich noch ein anderer Klassiker der Jazzgeschichte eingespielt: »The Creator Has A Masterplan« von Pharaoh Sanders.

Herausgekommen ist ein Album, das, so Ralf Döring von der Neuen Osnabrücker Zeitung, »fast schon unverschämt selbstbewusst« klinge, »ein bisschen retro« und »sehr mitreißend«. Katharina Maschmeyer und ihre Mitmusiker schaffen das Kunststück, vor einem der größten Jazzalben aller Zeiten nicht in Ehrfurcht zu erstarren. Sie packen »A Love Supreme« in ein Jazz-Rock-Gewand der 1970er-Jahre und sorgen mit prominenter perkussiver Unterstützung für eine höchst erfrischende Neuinterpretation, die einen großen Konzertabend erwarten lässt.

Inzwischen hat das fünfköpfige Ensemble Coltranes »A Love Supreme« auch live aufgenommen. Veröffentlicht werden soll diese besondere Einspielung auf Vinyl - und, so die Auskunft von Katharina Maschmeyer, beim Konzert in Leer bereits erhältlich sein.

"Natürlich ist unsere instrumentale Besetzung mit Gitarre und Keyboards auch mit verantwortlich für unseren Sound. Wir wollten die Musik Coltranes ja nicht kopieren, sondern ihr unseren eigenen Stempel aufdrücken. Wollten aufzeigen, wie diese wundervollen Kompositionen in einem komplett anderen klanglichen Umfeld ihre Kraft und Bedeutung beibehalten und ohne Reibungsverluste überzeugend funktionieren können."
Katharina Maschmeyer

"Mit ihrem ausgeklügelt changierenden Post-Fusion-Album schlägt Katharina Maschmeyer … sehr eindrucksvoll eine Brücke aus Coltranes Zeit ins Heute und positioniert ihre Band als ein starkes Kollektiv im deutschen Jazz."
Olaf Maikopf, Musikjournalist