Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Hochstapler


Zu diesem Kurs

Pierre Borel – Altsaxofon
Louis Laurain – Trompete
Antonio Borghini – Kontrabass
Hannes Lingens – Schlagzeug


»Avancierter Jazz, der auf spontanen Dialog setzt«, war in der taz zu lesen. Was damit dem französisch-italienisch-deutschen Quartett Die Hochstapler attestiert wird, ist allerdings keine Himmelsgabe, die der Band einfach so zugefallen ist.

Die Hochstapler sind seit 2010 aktiv. Ihre Kompositionen und Konzepte entwickeln sie gemeinsam in intensiven Probephasen. Texte von Samuel Beckett und Jack Ke-rouac, Kartenspiele, Alphabete und mathematische Strukturen gehören zu diesem Banddiskurs genauso wie die Beschäftigung mit Jazzgrößen wie Ornette Coleman oder Anthony Braxton. Derart werden Grundlagen geschaffen, auf denen die eigene Musik ins Offene streben kann. Im Konzert wird nie ein Stück oder Konzept genauso angewandt wie am Abend zuvor, keine Verabredung hat absolute Gültigkeit. Das Publikum nimmt teil am Entstehungsprozess einer in gleichem Maße improvisierten wie komponierten Musik.

Zwei großartige Alben aus den Jahren 2013 und 2015 machen hörbar, was als Bandkonzept nach Seminartheorie klingt: Auf der rund 130-minütigen Doppel-CD »The Braxtornette Project«, die mit mehreren Gastmusikern eingespielt wurde, geht es in vier Teilen um die musikästhetischen Konzepte Ornette Colemans und Anthony Braxtons, auf dem Folgealbum um den 1964 verstorbenen Musiker, Linguisten und Forscher in Sachen Wahrscheinlichkeitstheorie Alvin P. Buckley. Dieser hatte in seinem zwischen 1959 und 1964 entstandenen Tagebuch ausführliche Notizen zur Frage hinterlassen, wie musikalische Kommunikation organisiert werden könnte und was mathematische Gesetze dazu betragen könnten.

Für beide Alben gab es von der Kritik viel Lob. Das österreichische Magazin skug befand »The Braxtornette Project« als »sensationell gut gelungen«. Live ist das dis-kursgeschulte, vor Spielwitz und Spielfreude sprudelnde Quartett ein Erlebnis, was zahlreiche Auftritte auf Festivals belegen, darunter in Paris aus Anlass des 90-jährigen Geburtstages von Pierre Boulez. Häufige Gäste der Konzertreihe in Leer mögen mit den Namen von zumindest zwei Bandmitgliedern etwas anfangen kön-nen: Altsaxofonist Pierre Borel war 2011 mit Christian Lillingers Ensemble GRUND zu Gast, Kontrabassist Antonio Borghini 2017 mit dem Quartett Umfundisi von Tobias Delius. Trompeter Louis Laurain und Schlagzeuger Hannes Lingens kommen dagegen erstmals nach Leer.

Kursnr.: 1813836102

Entgelt: Vorverkauf:

15,00 Euro pro Konzert / ermäßigt: 10,00 Euro
Abendkasse:
18,00 Euro pro Konzert / ermäßigt: 12,00 Euro


Termin(e)

Sonntag, 25.02.2018, 20.00 Uhr

1 Termin


Unterrichtseinheiten

2,67


Material und weitere Informationen

Vorverkaufsstellen: VHS Haneburg, Bürgerbüro im Rathaus, Buchhandlung Schuster, Stadtbibliothek im Wilhelminengang
Kartenreservierung für Auswärtige: Telefon: 0491 97 82 337
E-Mail: wilfried.berghaus@leer.de


Kursort(e)



Kulturspeicher, Wilhelminengang

keine Anmeldung möglich, Karten im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Kontakt

Volkshochschule für die Stadt
und den Kreis Leer e.V.
Haneburgallee 8
26789 Leer
Tel.: 0491 - 92 99 2-0
Fax: 0491 - 92 99 2-10
E-Mail: info(at)vhs-leer.de

Öffnungszeiten

Vormittags:
Mo. – Fr.  08.00 – 12.00 Uhr

Nachmittags:
Mo., Di. u. Do. 14.00 – 16.30 Uhr
Mi. 14.00 – 16.00 Uhr

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Wir machen mit bei der offiziellen VHS-App. Sie bietet eine bundesweite Kurssuche, spielerische Übungsvideos und ein interaktives Sprachspiel.

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