Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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24.06.2016

Lesung mit Seyran Ates: Der Islam braucht eine sexuelle Revolution

Am Dienstag, 19. Juli, findet um 19 Uhr in der Haneburg eine Lesung mit der Deutschtürkin Seyran Ates statt. Die Rechtsanwältin und Autorin liest aus ihrer Streitschrift „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“.


Foto: Müjgan Arpat. Seyran Ates liest am 19. Juli um 19 Uhr in der Haneburg aus ihrem Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“.

Foto: Müjgan Arpat. Seyran Ates liest am 19. Juli um 19 Uhr in der Haneburg aus ihrem Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“.

Gemeinsam mit der Tucholsky-Kulturbörse Leer organisieren wir die Veranstaltung. „Wir freuen uns, dass diese mutige Streiterin für mehr Frauenrechte nach Leer kommt“, erklärt VHS-Leiterin Heike-Maria Pilk und Hans Fricke von den Tuchos ergänzt: „Wir brauchen mehr couragierte Menschen vom Schlage Seyran Ates.“

Seyran Ates plädiert für eine sexuelle Revolution im Islam. Genau wie die Frauen und Männer in den westlichen Ländern, die in den 60er Jahren erfolgreich für ihre sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, müssten sich auch die Musliminnen und Muslime ihre Rechte erstreiten. Nur so könnten Freiheit und Menschenwürde in der islamischen Welt wirklich gelebt werden.

Sexualität im Islam sei von Verboten, Ängsten und Gewalt geprägt. Die Folgen seien fatal, und das nicht nur für die Einzelnen, sondern für eine ganze Kultur. Musliminnen, die selbst entscheiden wollen, wen sie lieben, würden mit dem Tode bedroht. Muslime, die sich gegen eine arrangierte Ehe wehren, würden von ihren Familien verstoßen. Wer sich im Islam offen zu seiner Homosexualität bekennt, begebe sich in Lebensgefahr. Dennoch behaupte die islamische Welt, die bessere, die moralischere Religion zu haben. Einige religiöse Fanatiker bekämpften den vermeintlich dekadenten Westen sogar mit Gewalt. Doch eine Gesellschaft, die freie Selbstbestimmung untersagt, sei in jeder Hinsicht rückschrittlich: In Bildung, Forschung und Wirtschaft seien muslimische Länder dem Westen deutlich unterlegen.

Karten sind im Vorverkauf im Bürgerbüro der Stadt Leer und bei uns in der Haneburg erhältlich. Weitere Auskünfte erhalten Sie telefonisch unter 0491 – 92 99 20 oder direkt in der Haneburg.


Über Seyran Ates
Seyran Ates, 1963 in Istanbul geboren, lebt seit 1969 in Deutschland. Sie ist Autorin und arbeitet als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz (2007) und den Verdienstorden der Stadt Berlin (2008). Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Mit 17 Jahren ist Seyran Ates von zuhause abgehauen, um selbstbestimmt leben zu können. Aus ihrer eigenen Biographie begründet hat sie angefangen, sich für andere Frauen und Mädchen einzusetzen, die ähnliche Unterdrückung erlebt haben wie sie. Ab 1983 arbeitete sie neben ihrem Studium der Rechtswissenschaften in einer Beratungsstelle für Frauen aus der Türkei. 1984 wurde sie Opfer eines politischen Anschlags und durch eine Kugel in den Hals lebensgefährlich verletzt.

Eintritt: 6,- Euro


Kontakt

Volkshochschule für die Stadt
und den Kreis Leer e.V.
Haneburgallee 8
26789 Leer
Tel.: 0491 - 92 99 2-0
Fax: 0491 - 92 99 2-10
E-Mail: info(at)vhs-leer.de

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Vormittags:
Mo. – Fr.  08.00 – 12.00 Uhr

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