Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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06.09.2020

Bildungswoche zu Europa mit den BBS II durchgeführt: Europe Direct Informationszentrum Leer im Dialog mit jungen Menschen

In Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen II hat unser Europe Direct Informationszentrum eine Bildungswoche zum Thema Europa durchgeführt. Dabei diskutierten die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs über Europa und analysierten die Wahlen zum Europäischen Parlament. Außerdem nahmen die Schüler*innen an einem Planspiel zum Klimawandel sowie einer Zukunftswerkstatt zu Europa teil. Vorträge widmeten sich den Themen „Mobilität und Erasmus plus“ sowie dem Brexit.


Lars Heidemann, IHK-Außenwirtschaftsreferent, erläuterte Schülerinnen und Schülern der BBS II mögliche Auswirkungen des Brexit für ostfriesische Unternehmen.

Lars Heidemann, IHK-Außenwirtschaftsreferent, erläuterte Schülerinnen und Schülern der BBS II mögliche Auswirkungen des Brexit für ostfriesische Unternehmen.

Safety first: Bei dem Vortrag saßen die Schüler*innen im Theater an der Blinke mit Sicherheitsabstand.

Safety first: Bei dem Vortrag saßen die Schüler*innen im Theater an der Blinke mit Sicherheitsabstand.

Schließlich besuchte Lars Heidemann die Europawoche und hielt einen Vortrag über den Brexit und dessen Auswirkungen. Er ist Außenwirtschaftsreferent bei der IHK Ostfriesland. Heidemann erläuterte, dass sich die Briten ein Verhältnis zur EU wünschten wie Norwegen, allerdings mit Sonderwünschen. Deshalb sei eine Einigung nach wie vor nicht in Sicht. Dies führe zu großer Unsicherheit bei Unternehmen mit wirtschaftlichen Beziehungen nach Großbritannien. Dadurch stellten sich rund 200 Unternehmen in Ostfriesland die Frage, wie sie künftig ihre Waren in das Vereinigte Königreich verkaufen können. Als Hauptrisiken nannte Heidemann aus Unternehmersicht eine umständliche Zollbürokratie, Wechselkursschwankungen und die Mitarbeiterentsendung.

Da keine Seite ein Interesse an einem abrupten Ende der Beziehungen habe, solle nun ein Freihandelsabkommen abgeschlossen werden. Dies habe allerdings in der Vergangenheit mit Ländern wir Kanada oder Südkorea rund sieben Jahre in Anspruch genommen. Großbritannien und die EU haben jetzt noch vier Monate und es gibt rund 8.000 Kapitel an Regularien, über die man sich einig werden muss, beschrieb Heidemann den bestehenden Zeitdruck. Trotzdem erwarte er keinen harten Bruch. Denn die Briten planten bereits mit mehreren Stufen für Zollverfahren, so dass beispielsweise bis Juli 2021 alle Waren weiterhin wie gewohnt von der EU nach GB eingeführt werden könnten.

Auf die Frage, ob der Brexit aus britischer Sicht eine kluge Entscheidung sei, antwortete Heidemann, dass sich nun viele Unternehmen aus dem Land zurückziehen. „Auch für amerikanische und asiatische Unternehmen macht eine Europazentrale außerhalb der EU keinen Sinn“, erläuterte er mögliche Konsequenzen.


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