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28.08.2018

Bildungswoche zu Europa mit den BBS II durchgeführt: Europe Direct Informationszentrum Leer im Dialog mit jungen Menschen

In Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen II hat das Europe Direct Informationszentrum an der VHS Leer eine Bildungswoche zum Thema Europa durchgeführt.


Tiemo Wölken (2.v.r.) fragte immer wieder nach der Meinung der Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Fragen.

Tiemo Wölken (2.v.r.) fragte immer wieder nach der Meinung der Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Fragen.

Im Rahmen der Europawoche von den BBS II und dem Europe Direct Informationszentrum stand der Europaabgeordnete Tiemo Wölken den Schülern Rede und Antwort.

Im Rahmen der Europawoche von den BBS II und dem Europe Direct Informationszentrum stand der Europaabgeordnete Tiemo Wölken den Schülern Rede und Antwort.

„Sinn der Europawoche war es nicht, den Schülerinnen und Schülern unsere Sicht der Dinge aufzudrücken, sondern ihnen Informationen an die Hand zu geben, um selber aktiv die Zukunft Europas mitgestalten zu können“, erklärte der Europe Direct-Projektleiter Detlev Maaß.

Dabei diskutierten die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs unter anderem über den Brexit, Demokratie und Partizipation sowie die Zukunft der EU. Außerdem nahmen die Schüler an einem Planspiel zum Thema „60 Jahre EU“ teil. Ein Vortrag widmete sich dem deutsch-französischen Verhältnis mit einem Blick auf französische Sichtweisen.

Schließlich besuchte der Europaabgeordnete Tiemo Wölken die Europawoche und stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dabei wurden verschiedenste Themenbereiche angesprochen, wie Uploadfilter, die Haltung zu Russland und der Türkei, die Datenschutzgrundverordnung, Diesel-Fahrverbote, Seenot-Rettungseinsätze im Mittelmeer, der Klimawandel, Waffenexporte, Tempolimit auf Autobahnen, Trinkwasserprivatisierung und der Ems-Masterplan. Wölken bezog die Schüler ein und fragte immer wieder nach deren Meinung, wer beispielsweise für oder gegen ein Tempolimit sei. Wölken selber zeigte sich zum dem Thema zwiegespalten. Einerseits sei ein Tempolimit sinnvoll, weil dadurch die Unfallgefahr und der CO2-Ausstoß reduziert würden. „Mir hilft es, dass keins da ist“, erklärte er andererseits im Hinblick auf zahlreiche Termine, die er ansonsten nicht so leicht pünktlich absolvieren könnte.

Die Frage, ob ihm der Job gefalle, bejahte Wölken. Am spannendsten sei es, so viel in Niedersachsen unterwegs zu sein und so viele verschiedene Dinge zu sehen. Auch empfinde er die Arbeit im Europaparlament aufgrund der Sprachenvielfalt als viel spannender, als im Bundestag. Nervig sei lediglich die ständige Fahrerei zwischen Brüssel und der Region Weser-Ems. Seit April 2017 habe er 525 Stunden im Auto verbracht.

Angesprochen auf die Rettungseinsätze für Flüchtlinge im Mittelmeer sagte er: „Der eigentliche Skandal ist doch, dass es private Seenotretter geben muss.“ Es sei falsch, Seenotretter zu kriminalisieren. Um Fluchtursachen zu bekämpfen zahle die EU so viel Entwicklungshilfe, wie kein anderes Land. Allerdings trage Europa auch zur Verschärfung von Problemen in Afrika bei. So kritisierte Wölken als Beispiel die aufwändige Produktion von europäischem Milchpulver, dass dann in Afrika billiger verkauft werde, als die lokale Milch. Dies zerstöre die Existenz von lokalen Bauern.


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