Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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27.09.2017

Vortrag über Demenz lockte über 90 Zuhörer: Neurologe Johannes Werkmeister informierte über die Krankheit und gab Tipps

Im Rahmen des Projektes Lokale Allianz für Menschen mit Demenz hat der Facharzt für Neurologie Johannes Werkmeister im Gerontopsychiatrischen Pflegezentrum Holtland einen Vortrag zum Thema „Diagnose Demenz?! Wie geht es weiter?“ gehalten.


Johannes Werkmeister, Facharzt für Neurologie, erläuterte in seinem Vortrag wie Demenz entsteht und gab zahlreiche Tipps für Betroffene und deren Angehörige.

Johannes Werkmeister, Facharzt für Neurologie, erläuterte in seinem Vortrag wie Demenz entsteht und gab zahlreiche Tipps für Betroffene und deren Angehörige.

Volles Haus: Beim Vortrag von Johannes Werkmeister über Demenz wurde es eng.

Volles Haus: Beim Vortrag von Johannes Werkmeister über Demenz wurde es eng.

Führten in den Abend ein: Lone Pöhlmann (rechts), Leiterin des Gerontopsychiatrischen Pflegezentrums Holtland und VHS-Fachbereichsleiterin Sabine Kasimir.

Führten in den Abend ein: Lone Pöhlmann (rechts), Leiterin des Gerontopsychiatrischen Pflegezentrums Holtland und VHS-Fachbereichsleiterin Sabine Kasimir.

Lone Pöhlmann stellte zunächst als Leiterin der Einrichtung kurz das Pflegezentrum vor. Hier würden Schwerstdemenzkranke aufgenommen, mit denen das Pflegepersonal in anderen Einrichtungen nicht mehr zurechtkomme. „Dass sie alle den Weg hierhin gefunden haben zeigt, wie wichtig unser Projekt zur Förderung eines demenzfreundlicheren Umfeldes ist“, begrüßte Sabine Kasimir, Leiterin des Projektes Lokale Allianz für Menschen mit Demenz an der VHS Leer, die über 90 Zuhörer.

Als Referent konnten die Veranstalter Johannes Werkmeister gewinnen. Der Facharzt für Neurologie erläuterte zunächst, wie die Krankheit zu ihrem Namen kam und was sie auszeichnet. Erste Symptome seien in der Regel Beeinträchtigungen bei Alltagsaktivitäten. „Die Krankheit kann nicht gestoppt werden, wir sind noch nicht so weit“, erklärte Werkmeister. Dennoch rechne er damit, dass in den kommenden Jahren Medikamente auf den Markt kämen, die in der Lage sind, die Krankheit aufzuhalten.

Dann berichtete eine Angehörige, wie sie mit der Demenz-Diagnose ihres Mannes umgegangen sei. Zunächst hätten sie versucht, die Krankheit zu verheimlichen. Als alle Nachbarn und Freunde aber informiert waren, wäre das sehr erleichternd gewesen. Sie wünsche sich, dass mehr zur Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen unternommen werde.

„Jeder dritte über 90-Jährige ist dement“, erläuterte Werkmeister. Die Wissenschaft gehe allerdings davon aus, dass eine gesunde Lebensführung mit gesunder Ernährung, Bewegung und geistiger Forderung vorbeugend wirkten. Bewiesen sei, dass Bluthochdruck Demenz fördert.

Um Demenzkranke zu unterstützen sollte als Form geistiger Aktivität viel mit ihren Erinnerungen gearbeitet werden. Außerdem riet Werkmeister, dass Betroffene so lange wie möglich selber aktiv bleiben sollten. Dabei seien alle noch gut durchführbaren Tätigkeiten hilfreich. Als Beispiele nannte er Spazierengehen, Radfahren, Singen, aber auch Tätigkeiten im Haushalt. Außerdem würden sich Ergo- oder Musiktherapie positiv auswirken.

Schließlich sagte Werkmeister, dass Ehrlichkeit und Raum für Gefühle beim Altern helfen würden. Wichtig sei weiterhin, den Kontakt mit Menschen zu halten. Er appellierte, Einschränkungen des Alters oder der Krankheit zu akzeptieren.

Weitere Auskünfte über das Projekt Lokale Allianz für Menschen mit Demenz erhalten Sie telefonisch unter 0491 – 92 99 2-28. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


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Haneburgallee 8
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Tel.: 0491 - 92 99 2-0
Fax: 0491 - 92 99 2-10
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