Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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29.11.2016

Lokale Allianz für Menschen mit Demenz geht in zweite Runde

Kürzlich fand bei uns der Auftakt zur Fortführung des Projektes „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ statt. Mit dem Folgeprojekt soll ein demenzfreundlicheres Umfeld vor Ort gefördert werden.


Teilnehmende der Auftaktveranstaltung zum Projekt Lokale Allianz für Menschen  mit Demenz mit der Projektleiterin Sabine Kasimir (rechts).

Teilnehmende der Auftaktveranstaltung zum Projekt Lokale Allianz für Menschen mit Demenz mit der Projektleiterin Sabine Kasimir (rechts).

Die VHS-Fachbereichsleiterin und Projektleiterin Sabine Kasimir erläuterte, dass bei dem bereits abgelaufenen ersten Lokale Allianz-Projekt der Schwerpunkt auf Angeboten und Veranstaltungen für Betroffene und deren Angehörigen gelegen habe. Es wurden Dozenten für den Umgang mit Demenzerkrankten geschult, die dann 26 Veranstaltungen angeboten haben. Davon habe immerhin die Hälfte stattgefunden.

„Wir haben eine Menge angestoßen und legen in dem neuen Projekt nun den Fokus auf das Umfeld“, erklärte Kasimir. Mit einem kurzen Vortrag stellte die Projektmitarbeiterin Martina Hesse verschiedene Beispiele aus anderen Projekten vor. Als großes Ziel gab Kasimir die Entwicklung zur demenzfreundlichen Kommune an. Dazu solle sich zunächst ein Netzwerk aus Kooperationspartnern bilden. Rainer Helmers vom Reilstift forderte: „Das Thema muss raus aus der Tabuecke.“ Außerdem habe er den Eindruck, dass Angehörige oft nur über unzureichende Informationen zu Demenz verfügten. Laut Kasimir sei es zusätzlich wichtig, Berührungsängste abzubauen. Denkbar sei dann eine Sensibilisierung von Nachbarschaften, Firmen und öffentlichen Einrichtungen durch Veranstaltungen. Beispielsweise könnten Mitarbeiter in Geschäften für den Kontakt mit demenziell erkrankten Kunden geschult werden.

Gudrun Weber von der Alzheimer-Gesellschaft Emden merkte an, dass für ein normales Weiterleben das persönliche Umfeld Betroffener informiert werden müsse. Im Idealfall könne die Nachbarschaft dann als Auffangnetz dienen. Außerdem entstand bei dem Auftakt die Idee, für Kinder in Kitas oder Schulen künstlerische Angebote durchzuführen. Unter dem Motto „Oma wird vergesslich“ könnten Kinder auf spielerische Art über Demenz informiert werden.

Institutionen oder Privatpersonen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten bzw. Firmen, die sich für eine Schulung zum Thema „Umgang mit Demenz“ interessieren, können sich per E-Mail an kasimir[at]vhs-leer.de oder telefonisch unter 0491 – 92 99 2-28 bei der VHS melden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


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