Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Mehr Erwerbstätige als Arbeitslose
Erwerbstätigkeit ist unter funktionalen Analphabeten weit verbreitet. Gut 60 Prozent aller Betroffenen geht einem Beruf nach, arbeitslos sind knapp 17 Prozent. Der berufliche Status sagt also wenig über die Lese- und Schreibkompetenz eines Erwachsenen aus.

Mehr Männer als Frauen
Die Verteilung nach Geschlechtern zeigt: Funktionaler Analphabetismus ist in Deutschland überwiegend männlich geprägt. Über 60 Prozent aller funktionalen Analphabeten sind Männer, rund 40 Prozent sind Frauen. Im globalen Maßstab ist es genau umgekehrt: Zwei Drittel der weltweiten Analphabetinnen und Analphabeten sind Frauen und Mädchen.

Das heißt
Schätzungsweise 15.800 funktionale Analphabeten und Analphabetinnen leben im Landkreis Leer.

Was wir tun
Die Volkshochschule Leer e. V. bietet in einem Abendlehrgang allen Interessierten die Möglichkeit in vertrauter Atmosphäre seine Lese– und Schreibfertigkeiten zu erweitern. 

Folgende Bitte
Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die nicht lesen und schreiben können, so weisen Sie sie bitte auf dieses Angebot hin. Ermutigen Sie sie, davon Gebrauch zu machen: Lesen und Schreiben kann erfahrungsgemäß in jedem Alter erlernt werden.

Grundbildung

Was ist funktionaler Analphabetismus?
Ob eine Person als Analphabet gilt, hängt vor allem davon ab, welchen Grad an Schriftsprachbeherrschung die Gesellschaft erwartet, in der die Person lebt. In unserer modernen Wissens- und Informationsgesellschaft mit ihren hohen Anforderungen an die Beherrschung der Schriftsprache gelten Personen als funktionale Analphabeten, die zwar Buchstaben, Wörter, auch einzelne Sätze lesen und schreiben können, jedoch Mühe haben, einen längeren zusammenhängenden Text so zu verstehen, dass sie einen praktischen Nutzen davon haben.

Was bedeutet funktionaler Analphabetismus im Alltag?
Bedienungsanleitungen, Produktverpackungen, Beipackzettel – ohne ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse wird der Alltag zu einer permanenten Herausforderung. Um zurechtzukommen, brauchen Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten viel Kraft und Kreativität.

Mehr als jeder Siebte
7,5 Millionen Menschen oder 14,5 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung können in Deutschland nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben. Bei weiteren 13 Millionen Menschen oder 25,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung tritt fehlerhaftes Schreiben selbst bei gebräuchlichen Wörtern auf.

Mehr Ältere als Jüngere
Stand bisher die Ausbildungsreife jüngerer Analphabetinnen und Analphabeten im Fokus der Aufmerksamkeit, gilt es jetzt, neue Altersgruppen in den Blick zu nehmen. Etwa ein Drittel aller funktionalen Analphabeten ist derzeit zwischen 50 und 64 Jahren alt. Lediglich ein Fünftel gehört zur Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen.

Kursangebote / Kursbereiche / Grundbildung / Grundbildung

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Lesen und Schreiben lernen

( ab 04.02.2020, 19.00 Uhr, Haneburg, Saal III )

Dieser Lehrgang richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die das Lesen und Schreiben weder in der Schule noch später erlernt haben.

An alle, die diese Ankündigung lesen, ergeht folgende Bitte: Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die nicht lesen und schreiben können, so weisen Sie sie bitte auf dieses Angebot hin. Ermutigen Sie sie, davon Gebrauch zu machen: Lesen und Schreiben kann erfahrungsgemäß in jedem Alter erlernt werden.
Ein Einstieg in diesen laufenden Kurs ist jederzeit möglich.

Jugendtheater

( ab 11.02.2020, 18.00 Uhr, Jugendzentrum Leer, Friesenstr. 18-20 )

Improvisation und Integration für alle ab 14
Wir spielen, improvisieren und sprechen miteinander und am Ende entsteht ein Theaterstück aus vielen Ideen.

AEWB - Haydi! Lesen und Schreiben lernen (Neu)

( ab 04.03.2020, 9.00 Uhr, Haneburg, Festsaal )

Die deutsche Sprache mit Unterstützung der Muttersprache lernen (kontrastive Alphabetisierung) das ist ein Ansatz, über den schon lange geschrieben wird. Das vom BMBF geförderte Projekt "KASA" -Kontrastive Alphabetisierung im Situationsansatz der Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) gGmbH hat sich auf diese Lehrmethode spezialisiert und setzt diese in unterschiedlichen Lernräumen erfolgreich um.
Doch wie funktioniert das eigentlich genau? Diese Fortbildung bietet eine Einführung in die kontrastive Alphabetisierungsarbeit und gibt einen Einblick in die vom Projekt erstellten Materialien sowie eine Kurzeinführung in die Entwicklung eigener Materialien.
Inhalte:
- Sensibilisierung
- Definition von Kontrastiver Alphabetisierung
- Grenzen und Möglichkeiten zweisprachiger und kontrastiver Alphabetisierung
- Kontrastive Lernmaterialien des Projekts KASA
- Beispielhaftes Erstellen von kontrastiven Lernmaterialien

Anmeldung über die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, Frau Gabriele Pfitzner, 0511 300330 315.

Schulung: Leichte Sprache im Bildungswesen (Neu)

( ab 09.05.2020, 10.00 Uhr, Haneburg, Festsaal )

Zum Bildungs-Alltag gehören Gespräche, Beratung und Informations-Vermittlung mit Menschen auch mit geringen sprachlichen Fähigkeiten. Wenn Dozent*innen sich dabei der Leichten Sprache bedienen, erleichtert dies die Verständigung. Dies ist eine Form der Barrierefreiheit wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegt ist. Leichte Sprache kann sowohl für die mündliche als auch für die schriftsprachliche Kommunikation eingesetzt werden. In beiden Fällen folgt sie bestimmten Regeln. Wir vermitteln grundlegende Fähigkeiten, die die Teilnehmer*innen direkt in ihrem Alltag anwenden können.

Inhalte:
- Einführung in die Geschichte, die Regeln und die Besonderheiten der Leichten Sprache
- Verfassen und Übersetzen von Texten in Leichte Sprache
- Leichte Sprache im Bildungswesen: Warum braucht man das?
- praktische Übungen, gerne auch an eigenen Texten der Teilnehmerinnen

Dieses Angebot richtet sich an Lehrkräfte aus dem Bereich Integration, Grundbildung und des 2. Bildungsweges. Sie erlernen die Grundlagen der leichten Sprache, sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht.

Sie gehören nicht zum oben genannten Personenkreis? Kein Problem! Melden Sie sich gerne um weitere Einzelheiten abzuklären.

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Grundbildung

Was ist funktionaler Analphabetismus?
Ob eine Person als Analphabet gilt, hängt vor allem davon ab, welchen Grad an Schriftsprachbeherrschung die Gesellschaft erwartet, in der die Person lebt. In unserer modernen Wissens- und Informationsgesellschaft mit ihren hohen Anforderungen an die Beherrschung der Schriftsprache gelten Personen als funktionale Analphabeten, die zwar Buchstaben, Wörter, auch einzelne Sätze lesen und schreiben können, jedoch Mühe haben, einen längeren zusammenhängenden Text so zu verstehen, dass sie einen praktischen Nutzen davon haben.

Was bedeutet funktionaler Analphabetismus im Alltag?
Bedienungsanleitungen, Produktverpackungen, Beipackzettel – ohne ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse wird der Alltag zu einer permanenten Herausforderung. Um zurechtzukommen, brauchen Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten viel Kraft und Kreativität.

Mehr als jeder Siebte
7,5 Millionen Menschen oder 14,5 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung können in Deutschland nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben. Bei weiteren 13 Millionen Menschen oder 25,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung tritt fehlerhaftes Schreiben selbst bei gebräuchlichen Wörtern auf.

Mehr Ältere als Jüngere
Stand bisher die Ausbildungsreife jüngerer Analphabetinnen und Analphabeten im Fokus der Aufmerksamkeit, gilt es jetzt, neue Altersgruppen in den Blick zu nehmen. Etwa ein Drittel aller funktionalen Analphabeten ist derzeit zwischen 50 und 64 Jahren alt. Lediglich ein Fünftel gehört zur Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen.

Mehr Erwerbstätige als Arbeitslose
Erwerbstätigkeit ist unter funktionalen Analphabeten weit verbreitet. Gut 60 Prozent aller Betroffenen geht einem Beruf nach, arbeitslos sind knapp 17 Prozent. Der berufliche Status sagt also wenig über die Lese- und Schreibkompetenz eines Erwachsenen aus.

Mehr Männer als Frauen
Die Verteilung nach Geschlechtern zeigt: Funktionaler Analphabetismus ist in Deutschland überwiegend männlich geprägt. Über 60 Prozent aller funktionalen Analphabeten sind Männer, rund 40 Prozent sind Frauen. Im globalen Maßstab ist es genau umgekehrt: Zwei Drittel der weltweiten Analphabetinnen und Analphabeten sind Frauen und Mädchen.

Das heißt
Schätzungsweise 15.800 funktionale Analphabeten und Analphabetinnen leben im Landkreis Leer.

Was wir tun
Die Volkshochschule Leer e. V. bietet in einem Abendlehrgang allen Interessierten die Möglichkeit in vertrauter Atmosphäre seine Lese– und Schreibfertigkeiten zu erweitern. 

Folgende Bitte
Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die nicht lesen und schreiben können, so weisen Sie sie bitte auf dieses Angebot hin. Ermutigen Sie sie, davon Gebrauch zu machen: Lesen und Schreiben kann erfahrungsgemäß in jedem Alter erlernt werden.

Kontakt

Volkshochschule für die Stadt
und den Kreis Leer e.V.
Haneburgallee 8
26789 Leer
Tel.: 0491 - 92 99 2-0
Fax: 0491 - 92 99 2-10
E-Mail: info(at)vhs-leer.de

Öffnungszeiten

Vormittags:
Mo. – Fr.  08.00 – 12.00 Uhr

Nachmittags:
Mo., Di. u. Do. 14.00 – 16.30 Uhr
Mi. 14.00 – 16.00 Uhr

VHS-App

Wir machen mit bei der offiziellen VHS-App. Sie bietet eine bundesweite Kurssuche, spielerische Übungsvideos und ein interaktives Sprachspiel.

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Grundbildung
ich will deutsch lernen